Kategorie: Online

Interessante Websites von Sammlern und Museen

Ansichten von Verden an der Aller

verden

Verden-Sammlung (Screenshot)

Eine ganz vorzüglich übersichtliche Website mit Ansichten von Verden an der Aller hat Volker Wolters mit der Adresse http://www.ansichtskarten-verden.de im Netz. Er hat nicht nur seine eigenen Bestände, sondern auch Karten von weiteren Sammlern dieser Region eingescannt und systematisiert. Unter den verschiedenen Hauptrubriken findet sich eine weitere Ebene, die z.B. Ansichtskarten zu einzelnen Schulen, Gaststätten etc. vereint. Nachgewiesen wird sogar der konkrete Standort der Gebäude, mitunter ist auch ein kurzer historischer Abriss beigefügt.

Sonderausstellung in Fürth

Das Stadtmuseum Fürth zeigt bis zum 6. September 2020 die Sonderaustellung „Grüße aus Fürth“ mit Ansichtskarten aus dem Stadtarchiv. Neben Stadtansichten und heute „verschwundenen“ Orten werden noch weitere Facetten gezeigt: Werbe- und Glückwunschkarten, humoristische Abbildungen und Darstellungen von (kleinen) Katastrophen ergänzen die Schau. Zur Ausstellung hat das FürthWiki eine Online-Präsentation erstellt, hier kann man alte Postkarten-Ansichten mit neueren Fotos der gleichen Motive aus identischer Perspektive vergleichen. Probieren Sie es selber aus.

Zweitgrößte Sammlung: Museumsstiftung

Screenshot eines Ergebnisses

Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Berlin besitzt nach eigenen Angaben die zweitgrößte Sammlung von Post- und Ansichtskarten in Deutschland. Rund 300.000 Exemplare sortieren sich schwerpunktmäßig in topografische sowie Gruß- und Glückwunschmotive. Hinzu treten Darstellungen von Posthäusern und Postdienstleistungen sowie Darstellungen von politischen und kulturellen Ereignissen.

In den vergangenen Jahren ist ein Teil der Karten in einer „Objektdatenbank Ansichtskarten“ digitalisiert. Leider hat sich in den letzten beiden Jahren dieser Bestand kaum vergrößert. Seit 2018 sind gerade rund 100 Scans hinzugekommen. Aktuell sind es 7.870 Karten. Eine Suche nach topografischen Ansichtskarten ist in einer speziellen Suchmaske möglich.Tragen Sie unter Bezeichnung „Ansichtskarte“ ein und unter Ort/Geografie Ihre gesuchte Stadt. Beim Test für „Köln“ wurden 117 Karten gefunden. Sortiert nach dem Jahr zeigen sich die ersten Karten aus der Zeit um 1885. Zu jeder Ansichtskarte gibt es eine ausführliche Beschreibung, Nutzer haben die Möglichkeit, Kommentare zu den Objekten zu hinterlassen.

Ansichtskarten in Museen

Auf museum-digital.de können Museen Bilder und Informationen ihrer Objekte veröffentlichen.

Sucht man hier nach Sammlungen von Ansichtskarten, so finden sich unter dem Stichwort „Postkarten“ aktuell 12 Museen, die in einem nennenswerten Umfang Ansichtskarten eingestellt haben: Das Binnenschifffahrtsmuseum Oderberg, das Haus der Geschichte Baden-Württemberg, das Heimatmuseum Stadt Teltow, das Historische Museum der Pflaz in Speyer, das Ofen- und Keramikmuseum Velten, die Städtischen Museen Isny, das Stadtmuseum Münster, das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum, das Hellweg-Museum Unna, das Museum Schloss Moritzburg Zeitz und das Theodor-Zink-Museum in Kaiserslautern.

Für die Nutzer*innen nicht sehr hilfreich finden sich sodann unter dem Stichwort „Ansichtskarten“ sechs andere, also weitere Museen: Das Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, das Kreismuseum Bitterfeld, das Kurt Tucholsky-Literaturmuseum, das Heimatmuseum und -Archiv Bad Bodendorf, die Taunus-Rhein-Main-Sammlung mit Karten aus Frankfurt und Steinbach sowie die Sammlung historischer Fotografien, Berlin.

Soviel zum Thema „einheitlicher Thesaurus“ von Museen. Zu den Übersichtsseiten geht es hier: Sammlungen „Ansichtskarten“; Sammlungen „Postkarten“.

Motivkarten der Universität Osnabrück

– Aktualisierter Beitrag –

Schwerpunkt Musikmotive und Liedtexte

Mit einem Schwerpunkt auf Musikmotive und Liedtexte hat die Universität Osnabrück ihr Bildarchiv aus der Sammlung Prof. Dr. S. Giesbrecht online gestellt. 15.000 Postkarten wurden seit 1980 gesammelt und systematisiert. Schwerpunkt ist die Zeit zwischen 1900 und 1930, die 30er und 40er Jahre sind noch etwas präsent. Die Karten der Abteilungen 1 bis 11 (Grußkarten, Lieder, Komponisten, Öffentliche Musikausübung, Privatmusik, Freizeit, Junges Volk, Frauen-/Männerbilder, Familien/Paare, Religion, Karikaturen) stammen überwiegend aus der Vorkriegszeit bis 1913. Die Karten der Nummern 12 bis 15 (Monarchie/Nation, Weltkrieg, Kämpfe, Heimat/Front) sind aus dem Ersten Weltkrieg und seiner Vorgeschichte. Die Rubriken 16 und 17 thematisieren die Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus. Die Karten sind ausführlich beschrieben, großformatig ansehbar und mit dem Logo der Universität Osnabrück gekennzeichnet. Seit der Installation der neuen Datenbank 2019 ist nun auch die jeweilige Rückseite sichtbar.

Köln im Spiegel alter Ansichtskarten

Auf philaseiten.de gibt es auch verschiedene Themenseiten von Ansichtskarten-Sammlern. Eine Themenseite befasst sich zum Beispiel mit Köln. Die meisten gezeigten Karten stammen aus dem Zeitraum 1900 bis 1940. Leider können nur angemeldete Personen die Beiträge kommentieren.

Bernkastel und Mondorf in alten Ansichten

Roland Klinger zeigt auf seiner Website sowohl alte Ansichtskarten von Bernkastel an der Mosel als auch von Mondorf am Rhein (bei Bonn).

Unter den Karten aus Bernkastel ist auch eine sehr schöne Vorläuferkarte aus dem Jahr 1888. Er hat sie rubriziert in Vorläufer und Lithographien, Mischformen um 1900 und frühe Farbkarten.

Die Ansichtskarten aus Mondorf sind neuer und werden in den Rubriken bis 1940er, bis 1970er und ab 1970er dargeboten.

AKON – Ansichtskarten weltweit

Die österreichische Nationalbibliothek hat 75.000 topografische Ansichtskarten digitalisiert, die Sammlung reicht von den Anfängen bis in die frühen 1940er Jahre. Zumindest für Köln gilt: Die überwiegende Zahl der Karten sind heute noch sehr häufig zu finden, echte Raritäten gibt es in dieser Sammlung kaum.

Die geografische Suche ist sowohl über Ortsnamen als auch auf einer digitalen Weltkarte möglich. Die Sammlung und Website trägt den Titel AKON – Ansichtskarten online. Die Karten sind in hoher Auflösung gescannt, sodass Details auch vergrößert werden können.

Leider sind die jeweiligen Vorderseiten nicht ebenfalls gescannt. Die Beschreibung ist sehr mager. Datiert wird nur, wenn die Karte gelaufen ist, mitunter ist auch der Verlag benannt. In der Reihenfolge der Karten ist keine wirkliche Ordnung erkennbar. Jede Karte muss einzeln angeklickt werden, ein Bildlauf ist nicht möglich.  Dafür kann jede Karte als jpg oder PDF heruntergeladen oder direkt geteilt werden. Zu dieser Sammlung geht es hier.

Den ganzen Landkreis Bamberg …

Landkreis Bamberg (Screenshot)

möchte Joachim Krauß erfassen und katalogisieren. 4584 Karten sind schon online, wöchentlich sollen neue Karten hinzukommen, allerdings hat wohl der Server derzeit seine Grenzen erreicht. Die Website AK Landkreis Bamberg ist nach Orten gegliedert, eine Suchfunktion gibt es auch. Leider werden nur die Frontseiten der Karten abgebildet und keinerlei Zusatzinformationen gegeben. So bleibt zumeist unklar, wann die jeweilige Karte gelaufen ist, nur bei einzelnen Orten ist zumindest eine Jahreszahl beigefügt. Bei allen Karten nach 1905 unterbleibt aber durch dieses Vorgehen jeder Hinweis, welcher Verlag diese Karte denn hergestellt hat.

Von Berlin bis Australien…

Karl-Heinz Heihse stellt auf meine-ansichtskarten.de über 2.500 Karten aus seiner Sammlung vor. Er konzentriert sich auf Orte, an denen er war: Berlin (rd. 685 Karten), der Hunsrück (1160), Leverkusen (87), Geseke (29), Krakau (49), La Palma (202), Australien (298). Jede einzelne Ansichtskarte ist mit vielen Details beschrieben und Betrachter können sie öffentlich kommentieren. Von dieser Funktion wird allerdings fast nie Gebrauch gemacht. Die Seite besteht seit 2012 und wird laufend aktualisiert.