… ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Biberach. Manfred Schwarz hat 25 Jahre Ansichtskarten zu diesem Ort gesammelt und sein Sohn Dominik hat mit ihm gemeinsam eine sehr einladende Website mit den Digitalisaten gestaltet. Die rund 900 Karten sind über eine Zeitleiste erschließbar. Ein Klick auf die Karte zeigt Scans von Vorder- und Rückseite, die Beschreibung umfasst Details zu Verlag und Motiv. Es sind sogar die handschriftlichen Texte transkribiert. Unter “Suche und Recherche” findet sich zudem ein ausgefeiltes Suchformular, das nach Orten, Stichworten, Jahreszahlen oder Bildtechniken die Sammlung durchforstbar macht. Zur Website geht es hier.
Kategorie: Online
Interessante Websites von Sammlern und Museen
Hamburger Harburger Ansichten
Der Hamburger Stadtteil Harburg liegt Stefan Rather am Herzen. Ihn interessiert das alte Harburg an der Elbe im Zeitraum 1875 bis 1945. Neben einem kurzen Abriss zur Geschichte Harburgs bietet die Website harburg-an-der-elbe.de vor allem Galerien von Ansichtskarten. Jede Karte ist dabei mit ihrer Frontseite abgebildet und mit Metadaten beschrieben. Zum Motiv gibt es zudem einige genauer beschreibende Zeilen, mitunter auch weiterführende Links zum Objekt. Zugänglich ist die Sammlung über eine Vielzahl von Kategorien, über einen vollständigen Kartenindex oder auch über den herausgebenden Ansichtskartenverlag.
Wer speziell Karten von den niedersächsischen Nachbarorten Alvesen, Ehestorf oder Emmetal sucht, der sei auf den Ortsverein Ehestorf-Alvesen verwiesen. Dessen Webauftritt bringt einige alte Ansichtskarten mit Sichten dieser Orte.
Zu anderen Ortsteilen Hamburgs recherchieren wir noch. Das Altonaer Museum hat zwar mit über 1,5 Mio. Bildpostkarten eine der größten Sammlungen in Europa. Leider ist dieser Bestand aber digital noch nicht zugänglich. Auch Sonderausstellungen, die sich nur dem Bestand an Bildpostenkarten widmen, sind aktuell nicht geplant. Interessenten können den Bestand vor Ort über das Archiv einsehen, sollten aber vorab bereits die relevanten Themen mitteilen.
Karten aus Potsdam online
Knapp 4.700 Postkarten, aber auch Fotos und Dokumente zu Potsdam und Umgebung hat Klaus Hellenthal seit 2010 online gestellt. Jede Karte wird mit Vorder- und Rückseite gezeigt und ausführlich beschrieben. Der Sammler ist seit 1990 bei diesem Hobby und möchte nicht nur seine Ansichtskarten zeigen, sondern auch weitere Informationen bieten. Die Sammlung ist in topografische und Motiv-Kategorien gegliedert, auch ein Straßenverzeichnis ist vorhanden.
In der Rubrik “Neues” finden sich viele interessante Details zur Entwicklung der Sammlung und der gezeigten Objekten. Sie wird regelmäßig gepflegt. Akribisch sind die beteiligten Postkarten-Verlage verzeichnet, über deren Liste man zu allen Ansichtskarten des jeweiligen Verlags gelangt. Der “kleine Blick auf die Geschichte der Ansichtskarten” ist liebevoll mit Post- und Ansichtskarten illustriert. Auch auf der Website zu finden: Eine Darstellung der verschiedenen Drucktechniken. Die Linksammlung schließlich weist wesentlich Händler und Auktionshäuser auf. Das Besondere dabei: Sie ist bewertet.
Postkarten rund um die Eisenbahn
hält die Sammlung des Technoseum Mannheim bereit. Das Museum hat eine Datenbank mit 571 Loks auf Ansichtskarten online gestellt. Dabei liegt das Hauptgewicht der Beschreibung allerdings auf den technischen Merkmalen der jeweiligen Lok. Der Verlag der Postkarte wird eher nebenbei genannt. Zu dieser Datenbank geht es hier.
Wer sich hingegen beim Thema Eisenbahn eher für Bahnhöfe interessiert, der sei auf die Website von Axel Mauruszat verwiesen. Der Berliner sammelt hauptsächlich Bahnhofskarten aus dem Land Brandenburg und stellt sie auch online. Zu seiner Sammlung führt dieser Link.
Hannover auf alten Ansichtskarten
Hannover hat es gut. Denn mindestens vier Sammlungen zeigen online Postkarten aus dieser Stadt.
Andreas-Andrew Bornemann hat in seinem Postkarten-Archiv mit gleichnamiger Website ein Konvolut von rund 6.700 Karten aus seinem Privatarchiv online gestellt. Sie zeigen Hannover in seinen Stadtteilen, Linden-Limmer “und den Rest der Welt”. Und das bedeutet: Artisten, Tätowierte, Schaubuden, Zirkusunternehmen, Stummfilmstars und Matrosen. Aber auch Karten zu Großstädten von Berlin bis Rom.
Die Orts-Karten werden mit ihrer Frontseite gezeigt, außer einer mitunter straßengenauen Ortsangabe und dem Datum des Poststempels finden sich keine weiteren Angaben. Anders steht es mit den Motivkarten. Sie werden in ausführlich Texte eingebettet. So erfährt der Besucher viel über Zirkusfamilien, Panoptiken und bei den Stummfilstars ist zumeist eine ausführlichere Biographie beigefügt. Auch die Geschichte einzelner Ansichtskartenverlage, z.B. des Ross Verlags, kommt nicht zu kurz.
Postkarten des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig
Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig hat nicht nur eine beeindruckende Ansichtskartensammlung, sie ist auch online erschließbar. Die Eingabe von “Postkarte” unter “Objekt” in die Objektdatenbank des Museums führt zur stolzen Trefferzahl von 23.612 Karten. Zwar sind nicht alle Treffer mit Abbildungen hinterlegt, aber doch die meisten. Gesucht werden kann nach Ort, Thema/Ereignis, Person/Institution, aber auch nach der Datierung. Andere Zugänge bieten sogenannte “Stöberwolken” nach Objektgruppen oder Sammlungen. Die Schwerpunkte des Museums spiegeln sich auch in den gesammelten Bildpostkarten wieder: Stadt- und Landesgeschichte, Musik- und Theatergeschichte, Sportgeschichte, Alltagskultur/Volkskunde, Militaria. Direkt zum Suchfenster führt dieser Link.
Topografische Postkarten Baden-Württembergs
Das Technoseum Mannheim hat rund 600 Ansichtskarten, aber auch Druckvorlagen zur Topografie Baden-Württembergs in seiner online recherchierbaren Datenbank. Dies sind Vogelschauansichten, aber auch Ortsveduten (also wirklichkeitsgetreue Malereine oder Grafiken, keine Fotografien). Wer die Suche in der Datenbank benutzen möchte, sollte in der erweiterten Suche als Thema “Postkarten” eingeben und dann z.B. einen Ortsnamen. Zu diesem Fundus geht es hier.
Frisch eröffnet: Eisenbahn-Postkarten-Museum
Auf dem 97. Oschatzer-Philokartisten-Stammtisch im Cafe Wentzlaff am Neumarkt wurde das erste virtuelle Eisenbahn-Postkarten-Museum eröffnet. Der Oschatzer Philokartist Günther Hunger präsentiert “Auf Schienen per Postkarte rund um die Welt”. In seiner Sammlung hat er zur Zeit weit über 2000 Ansichtskarten zum Thema Eisenbahn von A bis Z zusammengetragen, von Abfahrt bis Zugpersonal. Im virtuellen Post-und Ansichtskarten-Museum sind diese Schätze für alle Interessenten zugänglich.
Idee, Entwurf und Grundgestaltung sowie alle Post-und Ansichtskarten stammen aus der Privatsammlung von Günther Hunger (65). Den Webauftritt hat Liliya Röhl, Projektkoordinatorin beim Förderverein für regionale Entwicklung e.V. – “Azubi-Projekte” Potsdam, mit fünf jungen Azubis aus den Bereichen Design, Programmierung und Büromanagement erarbeitet. Die technische Seite wurde durch die Initiative “Sachsen vernetzt” gefördert.
Dieser Link führt zu eisenbahn-postkarten-museum.de.
Postkartenmaler Eugen Felle

Digitale Sammlung zu Eugen Felle (Screenshot)
Das Haus der Bayerischen Geschichte, Teil des Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, hat auch eine Sammlung von 10.000 Postkarten und Ansichtskarten. Seit 2010 sind darunter auch über 1.000 Karten des aus Isny stammenden Malers Eugen Felle (1869–1934) mit der Darstellung bayerischer Städte, Märkte und Gemeinden. Er fertigte künstlerisch anspruchsvolle, detailliert ausgeführte Ansichtskarten. 1910 beschäftigte sein Atelier bis zu sechs Zeichner, um die Aufträge bewältigen zu können. “Eugen Felle fertigte seine Zeichnungen vor Ort an, die sorgsam bearbeiteten Originale gingen als Druckvorlage an die jeweilige Druckerei. Für nicht so anspruchsvolle Aufträge oder für Werbepostkarten setzte er auch Fotografien ein, die schwach belichtet und ausgemalt wurden.”
Diese Sammlung hat des Haus auf seiner Seite “Bayern in Ansichtskarten” digital bereitgestellt. Sie ist nach Gemeinden, Landkreisen und Regierungsbezirken durchsuchbar.
Karten von Köln-Riehl
Eine klaren Schwerpunkt auf den Stadtteil Köln-Riehl hat die Sammlung von Joachim Brokmeier. Der Sozialarbeiter im Ruhestand verbrachte große Teile seines Lebens in Riehl und beschäftigt sich inzwischen ausführlich und auch als Autor mit der Stadtteilgeschichte. Zuletzt erschien 2008 sein Werk “Köln-Riehl. Ein Stadtteil mit langer Tradition“. Neben einer Chronik des Stadtteils stellt er auf seiner Website auch seine neu erworbenen Karten ausführlicher vor. Inzwischen ist er bei der Karte Nummer 697 angekommen. Die Sammlung selbst ist deutlich umfangreicher, doch Karten nach 1960 veröffentlicht er nicht, weil die Gefahr von Urheberrechtsverletzungen dabei zu groß sind. Zur Website mit den Neuerscheinungen geht es hier.