Von Berlin bis Australien…

Karl-Heinz Heihse stellt auf meine-ansichtskarten.de über 2.500 Karten aus seiner Sammlung vor. Er konzentriert sich auf Orte, an denen er war: Berlin (rd. 685 Karten), der Hunsrück (1160), Leverkusen (87), Geseke (29), Krakau (49), La Palma (202), Australien (298). Jede einzelne Ansichtskarte ist mit vielen Details beschrieben und Betrachter können sie öffentlich kommentieren. Von dieser Funktion wird allerdings fast nie Gebrauch gemacht. Die Seite besteht seit 2012 und wird laufend aktualisiert.

Historische Weihnachtskarten

Sammler historischer Weihnachtskarten gibt es sicherlich so einige in Deutschland. Zwar schon sechs Jahre alt aber mit einzelnen schönen Karten ist ein Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung über den Thüringer Philatelist Reiner Schmalzl. Er hat über 1000 originale Weihnachts- und Neujahrskarten zusammengetragen, die meisten davon 100 Jahre und älter. Die früheste Karte zu Weihnachten 1897 zeigt, was andere Kartensammler auch schon herausgefunden haben: Der rote Mantel ist keine Erfindung von Coca Cola.

weihnachtskarten

Weihnachtskarten aus der Sammlung Thomas Gaida (postkarten-paradies.net)

Wer alte Weihnachtskarten digital versenden möchte, sei auf die Website „Alte Postkarten“ von Thomas Gaida aus Köln verwiesen. Er fordert ausdrücklich zur Nutzung seiner Digitalisate auf: „Schicken Sie Ihren Freunden in diesem Jahr eine Weihnachtskarte (…). Klicken Sie das Sprechblasensymbol, um zu den teilen Schaltflächen zu gelangen. Für WhatsApp, Skype, Email oder zum selber Drucken müssen die die Originaldateien zunächst auf Ihrem Gerät speichern“.

Zweitgrößte Sammlung: Museumsstiftung

Screenshot eines Ergebnisses

Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Berlin besitzt nach eigenen Angaben die zweitgrößte Sammlung von Post- und Ansichtskarten in Deutschland. Rund 300.000 Exemplare sortieren sich schwerpunktmäßig in topografische sowie Gruß- und Glückwunschmotive. Hinzu treten Darstellungen von Posthäusern und Postdienstleistungen sowie Darstellungen von politischen und kulturellen Ereignissen.

Einige der Karten – aktuell 6.186 – sind bereits in einer „Objektdatenbank Ansichtskarten“ digitalisiert. Eine Suche nach topografischen Ansichtskarten ist in einer speziellen Suchmaske möglich.Tragen Sie unter Bezeichnung „Ansichtskarte“ ein und unter Ort/Geografie Ihre gesuchte Stadt. Beim Test für „Köln“ wurden 107 Karten gefunden. Sortiert nach dem Jahr zeigen sich die ersten Karten aus der Zeit um 1885. Zu jeder Ansichtskarte gibt es eine ausführliche Beschreibung, Nutzer haben die Möglichkeit, Kommentare zu den Objekten zu hinterlassen.

Ansichtskartenverlag Brück & Sohn

Diese Karte von 1897 trägt die Nummer 1 (Quelle: Wikipedia)

Seit 7 Generationen befindet sich der Kunst- und Ansichtskartenverlag Brück & Sohn aus Meißen in Familienbesitz. Gegründet 1793, begann ab 1885 die Fertigung von Bildpostkarten. Häufigste Motive waren sächsische Orte: Meißen, Dresden, Bärenburg, Bad Elster, Radebeul, Bautzen. Aber auch zu Karlsbad, Budapest und Danzig gab es ein breites Sortiment.

Mit Hilfe von Wikipedia stellte die Familie im Jahr 2016 über 30.000 Karten aus 1.529 Orten in die Kollektion Wikimedia Commons ein. Dabei sind die Karten am Besten über die Liste der Städte zugänglich. Weil alle Karten ab 1897 durchgängig nummeriert wurden, ist aber auch eine Suche nach der Kartennummer möglich. Bei der Einsortierung und Beschriftung der Karten hilft die Wikipedia-Gemeinde mit: Sie hat an den Karten und Texten bereits zahllose Feinjustierungen und Ergänzungen vorgenommen.

Kategorie Fundstücke

In der Kategorie Funstücke können Sie Ansichtskarten zeigen, zu deren Motiv, Verlag oder anderen Aspekten Sie Informationen suchen. Vielleicht hilft Ihnen ja die Community weiter. Bitte beachten Sie aber dabei die Bestimmungen des Urheberrechts.

Der erste Schritt ist in jedem Fall: Sie müssen sich anmelden und werden danach von uns mit bestimmten Rechten zu Veröffentlichungsmöglichkeiten ausgestattet.

Berlin in Ansichtskarten

stadtmauseum

Sammlungsseite des Stadtmuseum Berlin

Das Stadtmuseum Berlin zeigt online eine Sammlung Berliner Ansichtskarten. Erfasst und gezeigt werden Vor- und Rückseiten, Material und Technik, Maße, Verlag. Sortiert werden kann Plätzen/Gebäuden und Epochen. Eine erweiterte Suche steht nur für sämtliche Sammlungsobjekte zur Verfügung, die das Museum online gestellt hat.

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Ihr Redakteur

Bildpostkarten der Universität Osnabrück

Musikmotive Sammlung Giesebrecht

Sammlung Giesbrecht (Screenshot Gliederungsausschnitt)

Schwerpunkt Musikmotive und Liedtexte

Mit einem Schwerpunkt auf Musikmotive und Liedtexte hat die Universität Osnabrück ihr Bildarchiv aus der Sammlung Prof. Dr. S. Giesbrecht online gestellt. 15.000 Postkarten wurden seit 1980 gesammelt und systematisiert. Schwerpunkt ist die Zeit zwischen 1900 und 1930, die 30er und 40er Jahre sind noch etwas präsent. Die Karten der Abteilungen 1 bis 11 (Grußkarten, Lieder, Komponisten, Öffentliche Musikausübung, Privatmusik, Freizeit, Junges Volk, Frauen-/Männerbilder, Familien/Paare, Religion, Karikaturen) stammen überwiegend aus der Vorkriegszeit bis 1913. Die Karten der Nummern 12 bis 15 (Monarchie/Nation, Weltkrieg, Kämpfe, Heimat/Front) sind aus dem Ersten Weltkrieg und seiner Vorgeschichte. Die Rubriken 16 und 17 thematisieren die Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus. Die Karten sind ausführlich beschrieben, großformatig ansehbar und mit dem Logo der Universität Osnabrück gekennzeichnet. Dabei ist allerdings immer nur die Vorderseite erfasst.